Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz ging im Berichtsjahr nominal leicht um 0,3 Prozent auf 4.304 Mio Euro zurück. Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – konnten wir den Umsatz um 2,9 Prozent steigern und lagen so deutlich über der leicht rückläufigen Entwicklung unserer relevanten Märkte. Trotz des schwierigen Marktumfelds haben wir insbesondere im zweiten Halbjahr eigene Preiserhöhungen durchgesetzt und damit einen signifikanten Teil der Materialpreissteigerungen kompensiert. Die durchschnittlichen Absatzpreise stiegen um 1,6 Prozent, während das Mengenwachstum mit 1,3 Prozent zum organischen Wachstum des Unternehmensbereichs beitrug. Bei der Ermittlung dieses Preiseffekts ist der positive Struktureffekt aus der Einführung von Innovationen nicht berücksichtigt, sondern wird im Volumen ausgewiesen.

An der positiven Geschäftsentwicklung waren alle Regionen beteiligt. Westeuropa verzeichnete ein organisches Umsatzplus und profitierte maßgeblich von der sehr guten Entwicklung in Deutschland. In Nordamerika konnten wir den Umsatz in einem wettbewerbsintensiven und stark rückläufigen Markt leicht steigern. In den Wachstumsregionen war die Entwicklung durchweg positiv. Insbesondere getragen durch eine starke Dynamik in Russland und in der Türkei stieg der Umsatz in Osteuropa organisch deutlich an. Im Gegensatz dazu war das Wachstum in einigen anderen Kernländern Osteuropas durch rückläufige Märkte belastet. Während unser Geschäft in der Region Afrika/Nahost im ersten Halbjahr durch die politischen Unruhen beeinträchtigt war, ist es uns im zweiten Halbjahr gelungen, das Wachstum merklich zu beschleunigen und das Gesamtjahr so mit einem guten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich abzuschließen. Unser Geschäft in Lateinamerika profitierte deutlich von der Einführung unserer Top-Marke Persil und erzielte ein hohes einstelliges Wachstum. Mit diesem Schritt haben wir in Mexiko den Eintritt in das Premium-Segment bei den Waschmitteln vollzogen. In Asien war die Entwicklung unseres organischen Umsatzes trotz des Ausstiegs aus dem Geschäft in den Philippinen im Vorjahr leicht positiv.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent, insbesondere bedingt durch deutlich höhere Restrukturierungsaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmensbereichs anfielen. Im Rahmen der Straffung unseres Portfolios haben wir im zweiten Quartal 2011 unser Markenartikelgeschäft in Indien veräußert und dabei einen Verkaufsgewinn erzielt. Das bereinigte betriebliche Ergebnis stieg um 1,4 Prozent; die bereinigte Umsatzrendite verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte von 13,0 Prozent im Jahr 2010 auf 13,2 Prozent im Jahr 2011.

Das Jahr 2011 war insgesamt durch hohe Anstiege der Rohstoffpreise geprägt. Durch eigene Preiserhöhungen insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sowie fortgesetzte Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung in Produktion und Supply ChainEnglisch für: Beschaffungs- oder Lieferkette. Sie umfasst Einkauf, Produktion, Lagerung, Transport, Kundenservice, Bedarfsplanung, Bereitstellungsplanung und Supply Chain Management.
ist es uns allerdings gelungen, den negativen Einfluss der stark gestiegenen Materialkosten bezogen auf die BruttomargeSie gibt an, wie viel Prozent vom Umsatz ein Unternehmen nach Abzug der Kosten der umgesetzten Leistungen erwirtschaftet – also wie das Verhältnis von Bruttoergebnis zum Umsatz ist.
größtenteils zu kompensieren. Daneben führten wir unser konsequentes Kostenmanagement auch in anderen Bereichen fort, was ebenfalls zur Margenverbesserung beitrug. Rückläufige Ausgaben für Werbung waren ebenfalls kennzeichnend für die Marktentwicklung 2011. Wir haben unser Verhältnis Share of Advertising/Share of MarketBeschreibt das Verhältnis des Ausgabenanteils eines Unternehmens an den Gesamtwerbeausgaben (Share of Advertising) zum Marktanteil (Share of Market) – jeweils in Bezug auf die Märkte, in denen das Unternehmen aktiv ist.
1 in diesem Umfeld konstant gehalten.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCEReturn on Capital Employed (ROCE)) stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent. Die Verbesserung ist auf eine deutliche Verringerung des eingesetzten Kapitals zurückzuführen. Unverändert stark im Fokus stand das Management des Netto-Umlaufvermögens. Es lag in Prozent vom Umsatz mit
–2,4 Prozent noch unter dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres. Der Economic Value Added (EVA® ) stieg von 286 Mio Euro im Jahr 2010 auf 303 Mio Euro im Berichtsjahr an.

1
Verhältnis des Ausgabenanteils eines Unternehmens an den Gesamtwerbeausgaben zum Marktanteil, jeweils in Bezug auf die Märkte, in denen Henkel aktiv ist.

+2,9 %

organisches Umsatz-
wachstum bei leicht
rückläufigem Weltmarkt.