(5) Latente Steuern

Latente SteuernLatente Steuern werden gemäß International Accounting Standard (IAS) 12 angesetzt auf temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, Verlustvorträgen und Steueranrechnungsguthaben.
betreffen unterschiedliche Wertansätze in der Konzernbilanz im Vergleich zur steuerlichen Gewinnermittlung und ergeben sich aus folgenden Posten:

  • zeitlich abweichende Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz,
  • erwarteter zukünftiger Ausgleich steuerlicher Verlustvorträge,
  • Steueranrechnungsguthaben.

Für die temporären Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz der Geschäftswerte werden keine latenten Steuern gebildet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die in den einzelnen Ländern zum Bilanztag gelten. Latente Steueransprüche werden mit latenten Steuerschulden verrechnet, wenn die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung entsprechender tatsächlicher Steuern hat und die Steuern von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Die Aktiven latenten Steuern werden nur insoweit angesetzt, als die hieraus resultierenden zukünftigen steuerlichen Vorteile wahrscheinlich nutzbar sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt zu jedem Stichtag.

Die Aufteilung der Ansprüche auf die verschiedenen Bilanzposten ist unter der Textziffer 30 („Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“) dargestellt.